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19.02.2026

Humanitäre Hilfe: CKP und Friedensdorf International kooperieren - afghanische Kinder unentgeltlich behandelt

Sadaf ist acht Jahre alt und sie kommt aus Afghanistan. Über Friedensdorf International in Oberhausen kam sie ins Christliche Klinikum Paderborn (CKP), wo sie in der Klinik für Unfallchirurgie von Chefarzt Dr. Heiner Gellhaus und seinem Team unentgeltlich behandelt wurde.

Sadaf hat sich im Krankenhaus mit der zehnjährigen Shokoria angefreundet, die ebenfalls aus Afghanistan kommt und ihren Weg über das Friedensdorf International nach Paderborn fand - das Fotografieren behagte Shokoria allerdings nicht. „Dass sich die beiden Mädchen hier wohl- und geborgen fühlen, ist unser wichtigstes Ziel“, sagt Stationsleiterin Sarah Ziebarth. Sie hat sich zusammen mit ihrem Team intensiv um die kleinen Patientinnen gekümmert.

Beide Mädchen erlitten in ihrem Heimatland Schürfwunden, aus denen sich Infektionen entwickelten. „Über die oberflächlichen Verletzungen waren Keime in die Blutbahn gedrungen. So kam es zu schweren Knochenentzündungen. Die Entzündungen waren chronisch und trotz der Behandlung im Heimatland der Mädchen weit fortgeschritten“, erklärt Gellhaus.

Die Knochenentzündung saß bei Sadaf im linken Unterschenkel, bei Shokoria im rechten Unterschenkel. Die Bewegungsfreiheit der Mädchen war monatelang stark eingeschränkt. Zusätzlich zu den Operationen, bei denen den Mädchen abgestorbenes Knochengewebe entfernt wurde, erhielten beide eine intravenöse Antibiotika-Therapie. Extrem wichtig war die über vier Wochen andauernde tägliche Kontrolle der Wunden.

Im Stationsteam ist eine Kollegin, die Farsi spricht und die Kommunikation zwischen allen Mitarbeiterinnen und den Mädchen dolmetschte. Sie hat sich zudem darum gekümmert, dass Sadaf und Shokoria zueinander und zum Team der Station Vertrauen fassten. Mittlerweile sprechen die afghanischen Mädchen sogar ein wenig Deutsch und begrüßen die Pflegefachkräfte mit „Guten Morgen“.

Das Friedensdorf International organisiert die Behandlung kranker Kinder, denen in ihren Heimatländern nicht geholfen werden kann und deren Eltern sich die dringend notwendige medizinische Hilfe nicht leisten können. Mehrmals im Jahr werden Flüge organisiert, mit denen Kinder aus Krisengebieten nach Deutschland gebracht und bundesweit in Krankenhäuser verteilt werden.

Die Behandlung im Christlichen Klinikum Paderborn ist für das Friedensdorf kostenfrei. In den vergangenen Jahren wurden mehrere kleine Patienten aus dem Friedensdorf International in der Unfallchirurgie des CKP versorgt. Christoph Robrecht, Direktor Unternehmenskultur, sagt: „Aktuell sind die Zeiten für Krankenhäuser wirtschaftlich herausfordernd. Trotzdem haben wir uns entschieden, weiterhin unentgeltlich Kinder aus Krisengebieten zu behandeln. Das entspricht unserem Selbstverständnis als christliches Krankenhaus.“

Der eingetragene Verein „Freunde und Förderer des Christlichen Klinikums Paderborn“ hat den Aufenthalt der Mädchen mit 10.000 Euro großzügig unterstützt.

Spenden
Der Verein „Freunde und Förderer des Christlichen Klinikums Paderborn“ freut sich über jedes neue Mitglied. Schon durch einen geringen Mindestjahresbeitrag von zehn Euro ist dem Verein geholfen. Eine Beitrittserklärung lässt sich hier herunterladen oder direkt ausfüllen: www.foerderverein-ckp.de.

Shahd Kabolh macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im CKP, Sarah Ziebarth (r.) ist die Stationsleiterin der 1A/B. Dr. Heiner Gellhaus hat die kleine Sadaf operiert.
Shahd Kabolh macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im CKP, Sarah Ziebarth (r.) ist die Stationsleiterin der 1A/B. Dr. Heiner Gellhaus hat die kleine Sadaf operiert.
 
 

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