21.08.2026
Klinik für Gefäßchirurgie: Chefarzt Hatem Belal baut moderne Hybrid-Verfahren aus
Blutgefäße versorgen den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Werden sie durch Ablagerungen an den Gefäßwänden enger oder verschließen sie sich vollständig, kann das schwerwiegende Folgen haben. Hatem Belal, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Christlichen Klinikum Paderborn, sieht täglich krankhaft veränderte Gefäße. „Unser Ziel ist, den Blutfluss in den Arterien am Herzen, an den Beinen oder am Hals vollständig wiederherzustellen“.
Dafür bauen
er und sein Team das Therapiespektrum aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf
der Etablierung sogenannter Hybrid-Eingriffe. „Diese modernen Verfahren
verbinden die Vorteile der offenen Gefäßchirurgie mit minimalinvasiven
Kathetertechniken in einem einzigen Eingriff“, so Belal. Auch komplexe
Krankheitsbilder wie Aortenaneurysmen oder fortgeschrittene periphere
arterielle Verschlusskrankheiten können so präzise behandelt werden.
Voraussetzung für diese Form
der Behandlung ist ein Operationssaal, in dem klassische Operationsbedingungen
und eine Röntgenbildgebung gleichzeitig zur Verfügung stehen. „Wir stellen die
Blutgefäße während des Eingriffs in Echtzeit dar und können den Behandlungserfolg
unmittelbar kontrollieren“, erklärt Belal. Das erhöhe die Präzision. Komplikationen
werden bei Hybridverfahren reduziert, der Patient kommt schneller wieder auf
die Beine.
Im CKP werden Hybridverfahren
standardmäßig angewendet bei komplexen Aortenaneurysmen, die die Umleitung von
Blutgefäßen mittels Bypass und das gleichzeitige Einbringen von Stents
erfordern. Außerdem bei der so genannten Schaufensterkrankheit, bei der Engstellen
in mehreren Gefäßabschnitten beseitigt werden. „Eine hohe Bedeutung hat diese
Verfahren auch beim diabetischem Fußsyndrom“, sagt Belal. Der Erhalt der Gliedmaßen
gelinge durch die Mischung aus operativer Wundversorgung und kathetergestützter
Wiedereröffnung verschlossener Unterschenkelarterien.


