28.05.2026
Die Welt in der Kitteltasche
Mit Übersetzungstools finden Ärztinnen und Patientinnen in brenzligen Situationen bei Sprachbarrieren schneller zueinander: Die Echtzeitübersetzer stehen im CKP jetzt zur Verfügung. Sie sprechen hundert Sprachen.
Der Horror für Patientin und
Ärztin in einer bedrohlichen Situation: Die Patientin kann nicht verständlich
machen, was ihr fehlt – die Ärztin weiß nicht, wie sie schnell und effektiv
helfen kann. Eine Übersetzerin ist nicht im Haus, die Akkus der Handys sind
leer.
Mitarbeitende der Zentralen
Notaufnahme, der Intensivstation und der onkologischen Ambulanz des
Christlichen Klinikums Paderborn (CKP) haben jetzt die Welt in der Kitteltasche
– in Form handlicher Übersetzungsgeräte, die der Förderverein des Christlichen
Klinikums gekauft hat.
Die Sprach-Computer übersetzen das gesprochene Wort in Echtzeit, und zwar in
hundert Sprachen. „Gerade in kritischen Situationen auf der Intensivstation ist
Kommunikation ungeheuer wichtig“, sagt Sascha Miks, Pflegefachkraft der
Intensivstation, „manchmal darf einfach keine Zeit vergehen, bis jemand
verfügbar ist, der übersetzen kann.“
Diese Erfahrung macht auch Manuela Cortinas-Rodriguez, pflegerische Leiterin der
Zentralen Notaufnahme: „Zu uns kommen jeden Tag Patienten, die in medizinischen
Notfällen Verständigungsprobleme haben“, sagt Cortinas-Rodriguez: „Die
direkte Kommunikation mit den Patienten ist in der Notfallambulanz enorm
wichtig und über Dolmetscher aus der Familie oft nur schwer zu ersetzen."
Björn Schlüter, Fachkrankenpfleger für Onkologie und Pflegeexperte, ergänzt: „Bei unseren Tumorpatienten ist kein Spielraum für sprachliche Interpretation. Wer schwer krank ist, hat ein besonders hohes Bedürfnis nach Klarheit. Das gilt vor allem mit Blick auf die immer komplexer werdenden Therapien.“
Burkhard
Backhaus, Vorsitzender des Fördervereins des Christlichen Klinikums Paderborn,
und Christoph Robrecht, Direktor Unternehmenskultur und stellvertretender
Vorsitzender des Vereins, freuen sich über die positive Resonanz: „Wir sind
froh, dass wir helfen können, Sprachbarrieren in kritischen medizinischen
Situationen zu überwinden.“



