10.07.2025
Wirtschaftsinformatiker der Uni Paderborn und Datenmanager des Christlichen Klinikums Paderborn kooperieren
„Dass
Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten, ist essenziell“, sagen Johanna Brune,
Regionalbereichsleiterin Digitalisierung des
Christlichen Klinikums Paderborn (CKP), und Dr. Carsten
Schneekloth, Leiter des Referats Medizinstrategie CKP. Sie nahmen an einem Workshop der Wirtschaftsinformatiker der Uni Paderborn
teil.
Das Team rund um Prof. Dr. Simon Trang
beschäftigt sich mit der Frage, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen
verbessert werden kann. Der Name des Forschungsprojekts lautet „HowToDigital.
Digitale Kompetenzen und Entwicklung digitaler Tools für die stationäre und
ambulante Versorgung“.
Gilbert Hövel ist Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Lehrstuhl von Simon Trang und leitet das Projekt. Er hatte Paderborner Ärzte,
Medizinische Fachangestellte und Managementmitarbeiter aus Krankenhäusern und
Niederlassung eingeladen. „In den
vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von digitalen Lösungen zur Verbesserung
der ambulanten und stationären Versorgung eingeführt. Im Vordergrund stehen
datengetriebene Innovationen, die die medizinische Routine vereinfachen können.
Ein Beispiel ist die Auswertung radiologischer Bilddaten durch Künstliche
Intelligenz. Dabei werden die Gesundheitsdaten zunehmend auf sogenannten
Plattformökosystemen verwendet, auf denen sich die verschiedenen Versorgungseinrichtungen
vernetzen und so den Daten- und Informationsaustausch vereinfachen“, so Hövel.
Johanna Brune und Carsten Schneekloth
beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wie bereits verfügbare digitale
Instrumente, die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI), in der Versorgung von
Patienten besser berücksichtigt werden können. Brune: „Es geht um eine
gezieltere und personalisierte Versorgung. Derzeit werden die bereits
verfügbaren digitalen Instrumente noch nicht ausreichend verstanden und
genutzt.“
Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik biete
hier viele Anknüpfungspunkte, betont Schneekloth: „Daten-Manager in
Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren, Pflegeheimen, in Arzt- und
Physiotherapiepraxen oder im mobilen Pflegedienst profitieren von den Analysen der Paderborner
Wirtschaftsinformatiker.“
Das Forschungsprojekt wird von der GBA,
Gemeinsamer Bundesausschuss, gefördert. Der GBA ist das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen
Deutschlands und entscheidet rechtverbindlich über Leistungsansprüche von rund
74 Millionen gesetzlich Versicherten.
